Contio auf der E-world 2020

Workshop mit Georgis. Foto: Privat

 

Vor einem Jahr noch in der Rolle des Fachbesuchers, hatten wir bereits in diesem Jahr als Referenten das Vergnügen, Teil der E-world zu sein.

Die E-world fand Mitte Februar auf dem Messegelände in Essen statt: die Fachmesse ist der jährliche Branchentreffpunkt für nationale und internationale Größen der Energie- und Wasserwirtschaft.

Als Fachexperten zum Thema Agilität brachten wir uns mit zwei Workshops zum Thema „Lean & Agil“ und „Agiles Arbeiten in der Praxis“ ein. Beide Workshops befassten sich mit dem Umgang vom aktuellen Wandel und den Veränderungen in der Energiewirtschaft.

Unserem Verständnis nach ist Agilität die proaktive Fähigkeit, Veränderungen in Organisationen aktiv zu gestalten. Hierbei stellt Agilität kein Ereignis oder lediglich nur die Methode da, sondern vielmehr einen Prozess und eine dazu passende Haltung. Während Agilität häufig umgangssprachlich und im Flurfunk auf agile Arbeitsweisen wie Design Thinking, Lean Startup oder Scrum heruntergebrochen wird, hat Agilität in der Tat deutlich mehr Facetten.

Genau hier setzen die zwei Workshops an: im Workshop „Lean und Agil“ bearbeitete unser Agile Coach Georgis Werte, Prinzipien, Methoden und Praktiken agiler Arbeit heraus. Darunter waren Methoden wie:

Kanban – eine Praktik, bei der die Anzahl paralleler Arbeiten möglichst gleichmäßig durch das System fließen sollen, ohne lange Wartezeiten oder Blockaden. Somit können die Durchlaufzeiten der Projekte verkürzt werden. Eine weitere Methode ist Design Thinking: es ist eine prozessorientierte und iterative Innovationsmethode zur Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Der Fokus hier liegt auf multidisziplinärer Teamarbeit, die kundenzentrische Lösungen erarbeitet. Der Ansatz Lean Startup hingegen basiert auf fünf Prinzipien. Eines der wichtigsten stellt das Bekenntnis zum validierten Lernen da, die Lernschleife wird mit build / measure / learn beschrieben. Ziel ist eine schnellstmögliche Umsetzung einer Idee in ein frühes marktreifes Produkt. Wichtig dabei ist es, durch Feedback der Kunden frühestmöglich Rückschlüsse für die weitere Entwicklung und ggf. Umgestaltung des Produkts zu bekommen. Somit spart man Kosten und Zeit. Scrum ist eine agile Entwicklungsmethode, die ursprünglich aus der Softwareentwicklung kommt und heutzutage vielfertig eingesetzt werden kann. Scrum ritualisiert den Vierklang „plan-do-check-act“. Mit einer Abfolge von Eventformaten sichert dieses Rahmenwerk die Auslieferung von sogenannten Inkrementen. Die Entwicklung wird in Iterationen organisiert, die man „Sprints“ nennt. Ein Sprint dauert maximal vier Wochen. Damit werden frühe und regelmäßige Inkremente erreicht.

Diese Methoden und Instrumente stehen in einer agilen Arbeitswelt zur Verfügung, um effizienter zu arbeiten.

Im zweiten Workshop „Agiles Arbeiten in der Praxis“ beschäftigten wir uns mit Anwendungsfeldern, Chancen und Herausforderungen agiler Arbeit.

Zum Auftakt vom Workshop hatten wir einen Impulsvortrag von Christian Heller über das agile Arbeiten in der Praxis: Heller ist Teil der Geschäftsleitung der Thüga SmartService. Er teilte mit uns Eckpfeiler und Erfahrungen bei der Einführung agiler Arbeitsweisen. Dabei wurde auf Themen wie die Einführung in Chancen und Vorteile agiler Methoden, die iterative und inkrementelle Gestaltung von Veränderungen in einer Organisation, oder aber die Etablierung von Veränderung in einer Organisation basierend auf der Adaptionskurve eingegangen.

Es ist spannend zu sehen, wie in der Energiewirtschaft neue agile Arbeitsweisen an- und vor allem vorankommen. Wir freuen uns schon auf die nächste E-world. Besonders gespannt sind wir darauf, zu erfahren, in welchem Tempo diese beiden Welten weiter zusammenwachsen.

 

O-Töne:

„Innerhalb von gut zwei Stunden gelang es Herrn Tesfamariam, einen Einblick in die neue Arbeitswelt zu geben. Insbesondere für Einsteiger in das Thema war der Überblick zu den verschiedenen Methoden des agilen Arbeitens hilfreich. Dass im Workshop ein Teil des Gelernten direkt agil angewandt wurde, machte Lust darauf, auch in der individuellen Arbeitsweise agile Methoden anzuwenden. Insgesamt wurden lohnenswerte Denkanstöße für die eigene Organisation gegeben.“

Laura Hanneken, con|energy Unternehmensberatung GmbH

 

„Kompakt, kurzweilig und sehr nützlich für mich und mein Unternehmen. Es war ein lohnender Austausch mit Herrn Tesfamariam, der mich rund ums Thema Agilität vorangebracht hat.“

Bernhard Gandolf, eisq GmbH & Co. KG

 

„Die beiden Workshops zum Thema „Lean und Agil“ und „Agilität in der Praxis“ waren sehr interessant und empfehlenswert! In lockerer Atmosphäre, wurde den Teilnehmern, eine gelungene Mischung aus Theorie und praktischen Phasen geboten.“

Olaf Schöppenthau, Energiedienstleistungen Rhein-Neckar GmbH

 

An dieser Stelle möchten wir unserer Community, den Organisatoren und allen Teilnehmern unserer Workshops nochmals einen herzlichen Dank für ihre Unterstützung und ihre proaktive Teilnahme aussprechen.

 

Falls Sie mehr über agile Methoden wissen möchten oder generelle Fragen haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren.

 

By | 2020-03-11T09:59:01+00:00 Februar 20th, 2020|Uncategorized|0 Comments

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