Innovation Roadmap – Entwicklung einer individuellen Innovationsstrategie

Uli Huener, Chief Innovation Officer bei EnBW erzählt den Workshop-Teilnehmern, wie er den Stromkonzern in den vergangenen Jahren innovativer machte. Foto: Privat

Der Meetingraum „Design Thinking“ im 1. Stock des Startplatz-Gebäudes im Düsseldorfer Medienhafen lässt schon dem Namen nach vermuten, dass hier „anders“ gedacht werden soll.

Lange Konferenztische und schwarze Bürostühle sucht man hier vergebens, stattdessen gibt es bunte Sitzwürfel und Sitzsäcke, Posts-its fürs kreative Brainstorming und neonfarbenes Klebeband, das in „Tape Art“-Manier den Boden und das Inventar ziert.

Am Donnerstag fand hier im Rahmen der Startup Woche der Workshop „Innovation Roadmap“ statt, den Contio zusammen mit Felix Heuer von innodrei organisiert hat. Eingeladen waren Change Agents und Innovationsmanager aus dem Mittelstand und Großunternehmen, also diejenigen, die sich tagtäglich damit beschäftigen, ihr Unternehmen innovativer zu gestalten und vor der elementaren Frage stehen: „Wie kann ich dem Wandel voranschreiten, anstatt ihm hinterherzurennen?“.

Das Format sollte den Teilnehmern dazu dienen, eine unternehmensspezifische Innovationsstrategie zu kreieren, die es ermöglicht, auf innere und äußere Veränderungen reagieren zu können. Die „Roadmap“ beinhaltete dabei die folgenden sieben „Stationen“: Kommunikation, Produktentwicklung, Mitarbeiterentwicklung, Talentakquise, Beteiligung an Startups, Partnerschaften mit Startups und Unternehmenskultur. Um diese „Big 7“ den Anwesenden praxisorientiert zu vermitteln, bedienten sich Georgis und Felix an den Instrumenten junger Digitalfirmen wie Lean Startup, agiles Projektmanagement und Design-Thinking.

Den Auftakt zum Workshop bildete die Keynote von Uli Huener, Chief Innovation Officer bei EnBW, der auf 25 Jahre internationale Erfahrungen in verschiedenen Managementfunktionen in der IT- , Telekommunikations- und Strombranche zurückblicken kann. Er erzählte den Teilnehmern, wie er für EnBW in den vergangenen Jahren eine individuelle Innovationsstrategie entwickelte und auf welche Hürden und Herausforderungen er dabei gestoßen ist. Die Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima war für die Energiewirtschaft ein sogenannter „Black Swan“, also ein unvorhergesehenes Ereignis, welches wirtschaftlichen Entwicklungen eine entscheidende Wende gibt. Der Stromkonzern musste daraufhin zwei seiner Atomkraftwerke abschalten.

Für Innovation gibt es „keine Blaupause“, denn jeder Entwicklungs- und Transformationsprozess ist ein Sonderfall, sobald es um Details geht. Innovationsstrategien, die bei EnBW funktionieren, könnten vielleicht schon bei anderen Marktteilnehmern nicht mehr funktionieren.

Um diese Strategien vollständig umsetzen zu können, bedarf es oft Jahre. Die Transformation ist ein stetig fortlaufender Prozess, da Innovation nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann.

Nicht minder wichtig als sich dessen bewusst zu sein, ist es, die Mitarbeiter, die zunächst nicht direkt betroffen sind, bei Änderungen mitzunehmen. Die Angst vor Veränderung muss genommen werden und klar kommuniziert werden, dass Innovatoren innerhalb eines Unternehmens wichtig sind, um ein Unternehmen voran zu treiben.

Innovation sollte zudem nicht als Programm oder Strategie angesehen, sondern als Unternehmenskultur gelebt werden.

Uli nahm sich nicht nur dankenswerterweise eine Stunde statt ursprünglich geplanten 30 Minuten für seine Keynote Zeit, sondern beteiligte sich im Anschluss auch am Workshop.

Während Georgis mit den Teilnehmern, die bunt gemischt aus den Branchen Telekommunikation, Medien, Verkehr und Finanzen kamen, Business Modelle entwickelte und herausarbeitete, wie man zum Beispiel ein Retailkonzept marktfähig machen könnte, konzentrierte sich Felix darauf, was an der Unternehmenskultur identifiziert werden muss, um die Grundlage für Veränderungen zu schaffen.

 

By | 2018-06-28T09:26:49+00:00 April 21st, 2018|Uncategorized|0 Comments

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Verena ist bei Contio für die Bereiche Content Marketing und Social Media zuständig.