Auf dem Startup Sprint – Episode 6

Georgis erklärte den Teilnehmern, worauf es bei einem Customer Workshop wirklich ankommt. Foto: Privat

Am Wochenende des 24.-26.11. fand die sechste Ausgabe des Startup Sprint in den Räumlichkeiten von sipgate in Düsseldorf-Unterbilk statt. Für alle die das dynamische Gründerformat noch nicht kennen; das Ziel des Startup Sprints ist es, Menschen, die zuvor nur mit den Gedanken einer Gründung gespielt haben, die Möglichkeit zu geben, sich selbst oder ihre Idee auszuprobieren.

In kürzester Zeit, erlernen sie dabei die Höhen und Tiefen einer Gründung und kommen fast schon nebenher mit neuen Methoden in Berührung, die sie brauchen, um aus Gedankenblitzen Produkte zu formen. Entstanden sind so innerhalb von zwei Tagen 8 Startup Projekte, wie HoliWork, HappyPack und kleiderGEIL.

Der Startup Sprint ist auf vielfältige Weise mit Contio verbunden. Georgis ist nicht nur Gründer von Contio, sondern auch Mitgründer des Startup Sprint. Folglich brachte er sich auch diesmal wieder als Trainer ein. Am Samstag hielt er vor rund 90 Teilnehmer einen Workshop zum Thema „Customer Interviews“ und gab dabei Einblicke, worauf es bei einem Customer Workshop wirklich ankommt.

Ziel ist es, Interviewfragen so zu stellen, dass aus den Antworten später brauchbare und relevante Informationen entstehen können.

  • „Get out of the Building“. Die Informationen und Antworten, die ihr für die Entwicklung eures MVP oder Prototypen braucht, werdet ihr nur draußen beim Kunden finden.
  • Sprecht im ersten Interview nicht über die Lösung, der Fokus liegt auf dem Problem. Verzichtet ebenfalls auf Multiple-Choice-Fragen, vorher festgelegte Antworten schränken die Befragten gedanklich ein.
  • Geht nicht mit der ersten Version eures Fragebogens auf die Straße, sondern lasst einen Dritten drüber lesen, um so zu verhindern, dass sich Suggestivfragen und Lenkungsfragen einschleichen.
  • Bleibt flexibel und offen. Wenn ihr das Gespräch am Laufen halten möchtet, müsst ihr auf unerwartete und neue Informationen reagieren können. Flexibilität ist das A und O. Schreckt nicht davor zurück nach dem „Warum?“ zu fragen.
  • Telefongespräche und Video Chats sind prinzipiell gute Alternativen, aber nichts ersetzt face-to-face Unterhaltungen. Nur so könnt ihr zu der Person, die ihr befragt, eine Verbindung aufbauen, ihre Körpersprache richtig deuten und die ein oder andere Zusatzinfo bekommen, die euch andernfalls entgangen wäre.
  • Geht davon aus, dass man prinzipiell die falschen Fragen stellt. Es empfiehlt sich also, dass Gespräch mit folgender Frage abzuschließen: „Was habe ich dich nicht gefragt?“ oder “Was habe ich vergessen zu fragen?“
  • Schafft zum Ende eines Interviews eine Grundlage, um mit eurem Interviewee wieder in Kontakt treten zu dürfen: „Darf ich mich noch einmal bei dir melden?“
By | 2018-03-05T15:51:33+00:00 November 27th, 2017|Uncategorized|0 Comments

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Verena ist bei Contio für die Bereiche Content Marketing und Social Media zuständig.